21.08.2025 –
Vor zwei Jahren, 2023, ist der CSD Bautzen mit 350 tollen und mutigen Menschen gestartet, um queerem Leben auf dem Land Sichtbarkeit zu geben. In diesem Jahr, 2025, sind es nun über 4500 Menschen, die sich getraut haben, solidarisch auf die Straße zu gehen.
Wir sind überwältig wie viel bündnisgrüne Unterstützung wir dieses Jahr aus Sachsen und selbst aus anderen Landesteilen erhalten haben. Vielen Dank an unsere Mitglieder des Bundestages Paula Piechotta und Andreas Audretsch, unsere Landesvorstandsvorsitzende Coretta Storz und Martin Helbig sowie unterstützenden Kreisverbände aus Dresden, Görlitz und Main-Tauber.
Unser Partner-Kreisverband aus Heidelberg hat uns mit der grünen Jugend großartig unterstützt und wir werden noch lange von der Energie, der guten Laune und dem Glitzer, den sie uns mitgebracht haben, zehren.
Besonders einer Person in unserem Kreisverband, die von Stunde null an mit dabei war, gebührt unser Dank. Danke Jonas Löschau, dass du queeren Menschen ein Gesicht und eine starke Stimme gibst in unserem Landkreis!
An dieser Stelle möchten wir die Themen in Jonas Rede nochmals sichtbar machen, denn diese Themen bleiben aktuell - auch nach dem CSD.
Die Würde des Menschen ist unantastbar – so steht es im Grundgesetz und das gilt auch in Bautzen. Das gilt für queere Menschen, das gilt für Geflüchtete, das gilt für Menschen, die eine andere Sprache sprechen… das gilt für ALLE Menschen!
LGBTQIA+-Personen sind heute im Alltag überall in Deutschland Bedrohungen und Diskriminierung ausgesetzt. Ob auf der Straße, in der Schule, auf Arbeit, im Freundes- und Familienumfeld, auf Partys oder im Bus. Umso wichtiger ist es, zu zeigen, dass Queers Teil unserer Gesellschaft sind. Gemeinsam mit der solidarischen Zivilgesellschaft stehen wir deshalb Seite an Seite und setzten damit ein klares Zeichen gegen Hass und Diskriminierung.
Queere Menschen weltweit geraten heute zunehmend (wieder) unter Druck - zum Beispiel durch den rechtsradikalen Präsidenten in den USA, der die Bedingungen von Trans*personen in fast allen Lebensbereichen verschlechtert hat. In Europa ist das leider nicht anders. Verbotene Prides in Ungarn, "LGBTQ-freie Zonen" in Polen und auch in Deutschland stehen unter der aktuellen Regierung die Rechte queerer Menschen infrage. Dabei ist es nicht nur die Fahne, die nicht mehr am Bundestag gehisst wird - es ist das hart erkämpfte Selbstbestimmungsgesetz, welches wieder beschnitten werden soll, die Pläne zur Einführung von Trans*registern oder die Streichung der Gleichstellungsbeauftragten in Sachsen.
Die Zivilgesellschaft ist mehr gefordert denn je. Wir müssen Aufstehen in Solidarität - auch für die Menschen, die sich (noch) nicht trauen, sich zu zeigen. Ihr seid nicht allein!
Fotos: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Bautzen-Budyšin